Konmarie von MArie Kondo mit Jalegara

KonMarie in der Kapsel – Back to the roots

Let´s talk about Konmarie.

Wie du vielleicht weißt, bin ich bekennende Flykondianerin. Das bedeutet Anhängerin einer Aufräummethode, welche die von Marie Kondo und Marla Cilley propagierten Aufräumstrategien vereint.

Was jetzt nicht unbedingt bedeutet, dass ich das Aufräumen liebe und einen Putzfimmel habe.

Ganz im Gegenteil, ich hasse es aufzuräumen. Allerdings liebe ich es, wenn meine Umgebung sauber und aufgeräumt ist. Zudem gehöre ich zu den Menschen, die einen inneren Monk haben und nicht arbeiten können, wenn ihre Umgebung im Chaos versinkt. Nicht gerade ideal, wenn man fünf Kinder hat. Aber vielleicht ist das nur eine Überzeugung an der ich arbeiten muss.

Aber zurück zum Thema.

Marie Kondo war mit ihrer KonMarie Aufräum-Methode in den letzten Jahren in aller Munde und wohl fast auf allen Kanälen. Es wurde ihr sogar eine eigene Netflixserie gewidmet.

Hier möchte ich sie dir nochmals kurz vorstellen.

Falls Du schon ein alter „Ordnungshase“ und mit Marie Kondo bestens vertraut bist, dann kannst du dich an dieser Stelle ausklinken.

Auf Marie Kondo bin ich vielleicht ein halbes Jahr vor dem großen Hype um sie gestossen.

Marie Kondos Idee die Wohnung ein für alle Mal aufzuräumen und wie sie diese in ihrem Buch Magic Cleaning vorstellte, hat mich sehr für sich eingenommen.

Denn ich liebe Geschichten und das Buch ist in einem angenehmen Plauderton geschrieben und gespickt mit Anekdoten und Erzählungen aus ihrer Aufräumpraxis, sowie vielen praktischen Tipps.

Diese Methode alleine löste zwar nicht mein Problem. Das liegt aber vermutlich nur an meiner Familiengröße und deren derzeitiger Struktur. Ich habe durch sie jedoch sehr viele Impulse erhalten und viel gelernt und sei es, dass man seine Schwächen durchaus in Stärken verwandeln kann, die dazu noch anderen helfen und einen selbst ernähren können.

Aber mal im Ernst, das Buch hat mich an das bewusste Loslassen herangeführt, welches mir in vielen Bereichen immer noch nicht einfach fällt. Es hat eine andere Perspektive eröffnet.

Es ist schon erstaunlich was für einen Unterschied es ausmacht, wenn du nicht davon ausgehst überflüssige Dinge/Trödel wegzuwerfen, sondern davon, nur das zu behalten, was dich glücklich macht oder was du unbedingt brauchst.

Die Grundlagen von Marie Kondos KonMarie

Das Konzept von KonMarie ist denkbar einfach. Wichtig sind dabei vor allem Reihenfolge und die Art der Umsetzung.

0. Visualisierung

Als aller erstes bevor du überhaupt anfängst, solltest du dir Gedanken darüber machen, wie du leben möchtest. Was für ein Leben möchtest du in dieser Wohnung führen?

Na, wie sieht das Leben aus, das Du gerne führen möchtest, was sind deine Grundbedürfnisse die in dieser Wohnung befriedigt werden sollen. Möchtest Du viel Besuch haben oder dich zurückziehen? Was ist dir wichtig.

Du brauchst eine Vision von dem wie Du die Wohnung haben möchtest, um dich darin wohl zu fühlen. Die Vision wird dein Leuchtturm sein, wenn die anfängliche Motivation nachlässt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn das Aufräumfest länger dauert.

1. Nur das behalten, was dich glücklich macht oder unentbehrlich ist

Es geht bei KonMarie zunächst darum, nur das zu behalten, was einen glücklich macht oder das man unbedingt braucht, z.B. für seinen Beruf, um Essen zuzubereiten oder regelmäßige Reparaturarbeiten durchzuführen usw.

Im Idealfall sollten uns die Dinge, die wir unbedingt brauchen, natürch auch zugleich glücklich machen.

Das Besondere ist dabei die Vorgehensweise beim Aussortieren.

A. Aussortieren nach Kategorie

Marie Kondo empfiehlt es seine Habseligkeiten nach Kategorien und nicht nach Räumen auszusortieren. Das bedeutet man Trägt alle Gegenstände einer Kategorie an einem Ort zusammen und geht sie durch. Am besten auch die aus dem Keller und vom Dachboden.

aa. Kleidung

Dabei fängt man mit der Kleidung an, weil sich die Menschen erfahrungsgemäß am leichtesten von ihr lösen können. Denn oft finden sich im Kleiderschrank zu kleine Kleidungsstücke oder solche, die schon so abgetragen sind, dass man sie eigentlich gar nicht mehr anziehen mag. Oft behält man sie für den Fall des Falles, z.B. einer Wohnungsrenovierung. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, wenn es sich dabei um ein, zwei Teile handelt. Oft sind es aber wesentlich mehr!

Hier wird sozusagen, das Loslassen und sich trennen trainiert.

Für uns Europäer ist das Besondere an KonMarie zudem, dass die Kleidung auf eine bestimmte Art und Weise zusammengefaltet und vorzugsweise „stehend“ aufbewahrt wird.

bb. Bücher

cc. Papiere

dd. Komono also Krimskrams

Hier gibt es wieder unzählige Unterkategogien wieCDs/DVDs, Schreibwaren, Badaccessoires, Küchenzubehör, Weihnachtsdeko, Hobbyartikel, Bastelzeug und so weiter.

ee. Erinnerungsstücke

Natürlich die Königsdisziplin. Erinnerungsstücke, das können Fotos oder Andenken aller Art sein, die während des Aussortierens in den vorangehenden Kategorien zu Tage gekommen sind. Sie sind zumeist emotionsbehaftet im negativen oder positiven Sinne. Deswegen kommen sie erst zum Schluss. Nachdem du in den anderen Kategorien geübt hast, zu erkennen, was dir Freude bereitet. Dich wirklich „anspricht“.

B. Jeden Gegenstand einzeln in die Hand nehmen

Bei dem Aussortieren der Gegenstände wird jeder Gegenstand einzeln bewusst in die Hand genommen. Die Bücher werden vor dem Aussortieren „aufgeklopft“ und jedes einzeln in die Hand genommen. Aber Vorsicht, es wird nicht darin geschmückert! Du sollst „fühlen“, ob es dich glücklich macht. Kurz durchblättern… ok, aber jetzt nicht hier und da hineinlesen.

2. Den Dingen einen Festen Platz zuweisen und zusammengehörige Gegenstände zusammen lagern

Erst, wenn alles genau durchgeschaut wurde und du dir darüber klar bist, was du behalten möchtest, wird den Gegenständen bewusst ein endgültiger Platz zugewiesen. Denn auch bei KonMarie gilt die goldene Regel „Jedem Ding sein Platz und jedes Ding an seinen Platz“.

Dabei versuchst Du die hinsichtlich ihrer Verwendung oder Beschaffenheit „verwandten“ Gegenstände nach Möglichkeit zusammen zu lagern. Also alle Elektrogeräte, alle Backutensilien, alle Nähsachen, alle Schreibutensilien werden zusammen an einem Ort aufbewahrt.

So kannst du dir den Aufbewahrungsort am Anfang besser merken und weißt ganz genau, wo die Gegenstände zu finden sind. Du erkennst zugleich was für Aufbewahrungsmöbel, bzw. Behältnisse du brauchst um deinen Besitz entsprechend deinen Vorstellungen aufzubewahren.

Der häufigste Fehler beim Aufräumen ist nämlich sich „Stauraum zu schaffen“ und Aufbewahrungsbehälter zu besorgen, noch bevor richtig mit dem Aufräumen angefangen wurde.

Dies Vorgehen verleitet dazu die Dinge im Endeffekt lediglich „besser zu verstauen“.

3. Was dir sonst noch helfen kann

Es ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber mache Vorher/ Nachher Fotos. Dokumentiere deinen Fortschritt. Es tut dir gut, zu sehen was Du alles geschafft hast. Es hilft dir dann später dabei, die Goldene Regel einzuhalten. Also dich dazu aufzuraffen, die Dinge immer wieder an ihren „Wohnort“ zurückzubringen. Irgendwann geht dir das in Fleisch und Blut über aber am Anfang musst Du das ganz bewusst machen. Also Durch das Foto gewinnst Du zudem zunächst einen ganz anderen Blick auf den Zustand deiner Wohnung.

Was ich von KonMarie für mich mitgenommen habe

Wie bereits erwähnt hat KonMarie mein Problem nicht gelöst. Es hat mich aber in „Aktion“ gebracht. Die Bücher von Marie Kondo haben in mir den Wunsch geweckt „es noch ein Mal zu versuchen“. Ich finde die Falttechnik, die sie in ihnen präsentiert lebensverändernd.

Ich falte die Kleidung meiner Tochter dann noch einen Ticken anders. Die kleinen „Kleiderpäckchen“ gehen dann nicht auf.

Auf die Dauer setzt das der Kleidung bestimmt etwas zu. Es hat aber den Vorteil, dass sich meine Tochter die Kleidung selbst herausnehmen kann, ohne viel Chaos in der Schublade anzurichten. Mittlerweile ist sie mit ihren fünf Jahren, schon groß aber vor zwei, drei Jahren war das noch ein ganz anderer Schnak!

Diese Falttechnik ist auch besonders praktisch, wenn wir auf Reisen gehen. Vor allem, wenn wir meine Schwiegereltern besuchen.

Denn dort haben wir leider keine Möglichkeit unsere Sachen in einem Schrank zu verstauen und müssen „aus den Taschen heraus leben“.

Da wir, wegen der Platzersparnis, immer mit großen Aufbewahrungstaschen verreisen und sich dann mehrere Personen eine Tasche teilen, ist es von unschätzbarem Vorteil, dass man sich mit den Kleiderpäckchen auch bewerfen kann, ohne dass sie auseinanderfallen.

Allerdings bringt mich keiner dazu meine Handtücher nach der KonMarie Methode zu falten. Ich habe es versucht. Die Aufbewahrung der Handtücher als Rollen bewährt sich zumindest bei uns einfach besser.

Meiner Auffassung nach bieten die Bücher interessante Impulse, die jeder unbedingt für sich selbst ausprobieren sollte.

In die Bücher von Marie Kondo fließt eine ganze Menge buddhistischer Glaubenslehre ein, so z.B. wenn Marie Kondo das Haus begrüßt oder dazu rät den Gegenständen, die du aussortierst, für ihren Dienst, für die Lektion, welche sie dir erteilt haben, zu danken.

Ich habe das versucht, aber es ist nicht ganz meins. Zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Ich rede unablässig, ich rede mit Pflanzen, Tieren, mir selbst. Führe Zwiegespräche mit längst verstorbenen Verwandten. Aber mal ehrlich, mit meinem alten Pullover, da finde ich einfach nicht die richtige Wellenlänge…. mit meinem Haus übrigens auch nicht. Ich habe es mehrmals versucht, vielleicht versuche ich das in ein paar Jahren noch mal… aber es ist derzeit nicht ganz meins.

Leider ist es bei mir nach einem einzigen Aufräumfest mit der Ordnung nicht ein für alle Mal getan!

Wie schon zu Anfang geschrieben liegt das vermutlich an unserer Familiengröße und Struktur.

Wir versagen bei der goldenen Regel“,jedem Ding sein Platz und jedes Ding an seinen Platz“. Derzeit sind wir sehr weit davon entfernt uns alle daran zu halten. Es ist wirklich schön für die drei Jüngsten, dass sie wissen, wo sie die Sachen finden, wenn diese gebraucht werden. Nur mit dem Zurücklegen klappt es nicht so ganz wie beabsichtigt.

Es gibt auch Bereiche, die immer wieder neu geordnet werden müssen, wie eine bestimmte Küchenschublade. Nach einem Monat sieht sie immer aus wie e

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