Kleine Waldorfpuppe

Kleine Waldorfpuppe

Hast Du schon ein Mal daran gedacht selbst eine Waldorfpuppe herzustellen?

Es ist wirklich ganz einfach. Insbesondere ein kleines Püppchen ist schnell gemacht und bei einer kleinen Waldorfpuppe brauchst du auch nicht die Wolle fest zu einer Kugel zu rollen.

Willst Du wissen wie du dir selbst ein Schnittmuster erstellst?

Komm, ich zeige es dir!

Also gut fangen wir an.

Wenn du eine kleine Waldorfpuppe nach eigenem Schnittmuster machen möchtest, überlege dir zunächst wie groß du deine Puppe haben möchtest.

Ich zum Beispiel, wollte ein ca. 12 cm großes Püppchen machen.

Der Kopf der klassischen Waldorfpuppe macht in etwa ein Viertel der Körpergröße aus. Das heißt das Köpfchen einer 12 cm großen Puppe muss die Höhe von ca. 3 cm. haben.

Dazu zeichnest du mithilfe eines Geodreiecks zumächst ganz einfach vier Linien .

Anschließend faltest du das Blatt und zeichnest, eher symbolisch deinen Kopf ein. Der wird zwar später weggeschnitten aber das hilft dir ein bisschen die Proportionen zu sehen.

Dann die Umrisse der einen Körperhälfte. Ungefähr nach 1 1/2 Kopfhöhe kommt der Schritt. Nach weiteren 1 1/2 Kopfhöhe ist dann ungefähr die Ferse/der Knöchel.

Anschließend zeichnest du den Arm ein. Der Arm geht, wenn er leicht ausgestellt ist, ungefähr bis zum Schritt. Wenn du den Körper nicht aus einem Stück nähen, sondern die Arme separat annähen möchtest, kannst du diesen Schritt überspringen.

Zum Ausschneiden faltest du das Blatt mittig. Den Kopf kannst du abschneiden.

Am Ende sieht das dann ungefähr so aus. Jedenfalls bei mir.

Wenn du den Schnitt dann entfaltest, sollte eine solche symmetrische Körperform erscheinen. Wie du sehen kannst habe ich die Rundung beim Kopfansatz etwas abgeflacht

Jetzt hast du ein Schnittmuster für den Körper einer einfachen Waldorfpuppe. Dieses kannst du jetzt auf doppelt gelegtes Puppentrikot legen und nachzeichnen.

Dabei legst du es so, dass die „Rippen“ vom „Hals“ zu den „Fußspitzen“ verlaufen.

Bei so kleinen Puppen nähe ich lieber per Hand mit möglichst feinem Rückstich entlang der eingezeichneten Linie und schneide die Konturen anschließend aus.

So jetzt kommen wir zum Köpchen. Um das Köpfchen zu formen benutze ich Schlauchverband Nr. 1. Ich habe mir für das Waldorfpuppchen jetzt ca. 28 Abgeschnitten. Da ich es nicht nur für das Köpfchen, sondern auch für den Torso brauche.

Der Schlauchverband wird in der Mitte gut abgebunden.

Anschließend habe ich das Köpfchen gut mit Schafswolle ausgefüllt und eine Runde Kugel gefort.

Dafür habe ich ca. 3 g Wolle verwndet… wobei ich meiner Waage bei so kleinen Gewichten nicht ganz traue.

Auf jeden Fall sollte die kleine Kugel gut und möglichst fest gestopft sein und dabei einen Umfang von 9 cm haben.

Unten gut abbinden.

Anschließend wird die andere, abgebundene Hälfte des Schlauchverbandes ebenfalls über die Kugel gestülpt und abgebunden.

Jetzt wird das „Rumpfstück“ gefüllt. Am besten du hältst es an die Körperschablone, um zu sehen wie stark und weit Du es stopfen möchtest.

Voilá, bei mir sah es am Ende so aus.

Den Kopf habe ich anschließend, wie bei der Puppenkopfbrosche, abgebunden und sowohl den Kopf als auch den Torso mit Puppentrikot überzogen.

So jetzt fehlen die Fotos, sorry.

Ich hoffe aber, dass du dir den beschriebenen Vorgang auch so vorstellen kannst.

Also, nachdem der Puppenkörper zusammengenäht, ausgeschnitten und umgestülpt worden ist und das Kopfrumpfteil ebenfalls fertig war, habe ich zunächst die Puppenglieder ausgestopft. Dabei habe nach dem Ausstopfen die Füllung zunächst durch Stecknadeln in den Gliedern fixiert. Das heißt ich habe die Stecknadeln so eingesteckt, als ob ich die Glieder abgenäht hätte.

Sodann habe ich den Kopfrumpfteil eingelassen und den Puppenkörper am Hals zusammengenäht und fest mit dem Kopf verbunden.

Dann habe ich die Stecknadeln weggenommen.

Entstanden ist dann so ein Rohling bei dem ich dann nach und nach einen Bachnabel , einen Po, Füße und Hände abgenäht, bzw. abgebunden habe.

Falls Du mir auf Instagram folgst, hast du ihn bestimmt bereits gesehen.

Nach aussticken der Augen und des Mundes sowie der Anbringung der „Haarkappe“, hielt ich dann dieses kleine Wesen in meiner Hand.

Wie du siehst ist es gar nicht so schwer so ein kleines Püppchen herzustellen, auch wenn vieles länger dauert als man denkt… jedenfalls ist das bei mir der Fall. Ich unterschätze den Zeitbedarf für die einzelnen Schritte immer wieder.

Ein größeres Püppchen herzustellen geht fast genau so. Jedenfalls was die Erstellung des Körperschnitts angeht.

Wenn du eine größere Puppe mit ähnlichen Proportionen nähen möchtest, kannst du bei der Berechnung des Kopfumfangs anhand des Durchmessers einen Onlinerechner benutzen.

Allerdings solltest du die Kopfkugel dann rollen und nicht einfach so stopfen. Was wiederum etwas länger dauert. Andererseits, ist der Körper dann nicht so fein und mit dem Zickzackstich einer Nähmaschine Ruckzuck genäht.

Nächste Woche kriegt diese kleine Wesen dann Kleidung.

Falls Du jetzt so ein Puppchen nachnähst, würde es mich sehr freuen zu hören, wie es dir gelungen ist. Ich würde es auch liebend gerne sehen. Also, wenn du auf deinem Blog Bilder von deinem Püppchen postest, hinterlasse mir doch bitte einen Link im Kommentar, damit ich es mir ansehen kann.

Jalegara ist einmalig meets Lutia Pimpinella

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