Rückblick für den Ausblick mit Jalegara

Ein Rückblick für den Ausblick

Das Internet ist jetzt nicht nur voll mit Plänen und guten Vorsätzen für das anbrechende Jahr, sondern auch mit Rückblicken auf das vergangene Jahr 2019.

Viele ziehen jetzt ihre „Jahresbilanz“.

Ich hielt das Früher für eine nette sentimentale Rückschau aber so ein Rückblick hat seine guten Gründe.

Ziel eines solchen Rückblicks ist nicht nur, lediglich das alte Jahr Revue passieren zu lassen, wie ich früher immer dachte.

Es ist nicht das bloße Aufzählen von Geschehnissen und Erfolgen. Schon gar nicht die Auflistung von Misserfolgen, zum Zwecke der Selbstkasteiung.

Das Ziel des Jahresrückblicks ist vielmehr, oder sollte es zumindest sein, unsere Handlungen auf deren sichtbare Auswirkungen hin zu untersuchen. Alles mit der Absicht, daraus unsere Schlüsse für das nächste Jahr zu ziehen. Also um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wir handeln müssen, um das von uns gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Bei einer so großen Zäsur, wie es der Jahreswechsel ist, bin ich öfters der Versuchung erlegen, am Jahresende einen „dicken Strich“ zu ziehen. „Tabula rasa“ zu machen, alle „Uhren auf 0 zu stellen“. Nenn es wie du möchtest.

Aber um sich überhaupt erreichbare neue Plänen zu machen, müssen einige Menschen, und zu denen scheine ich wohl zu gehören, erst ein Mal feststellen, wo sie sich gerade im Leben befinden.

Das ist mitunter sehr unangenehm.

Ein solches Vorgehen hilft uns jedoch uns und unser Umfeld einzuschätzen.

Viele Dinge sind wichtig zu wissen. Bin ich eine „Nachteule“ oder eine „Lerche“, wann ist mein Leistungshoch, wann mein Leistungstief. Wie lange kann ich mich am Stück konzentrieren. Auf welche Unterstützung kann ich zählen, welche Verbindlichkeiten bestehen und bestehen sie wirklich oder habe ich sie mir nur eingebildet.

Nach meinem LWP Seminar und der Lektüre von „Mind Fuck“ von Petra Bock ist mir irgendwann aufgefallen, wie viele der von mir während des Seminars genannten Interessen, Werte und Ziele eigentlich nicht von mir stammen. Sie sind mir irgendwann in der Kindheit „eingepflanzt“ worden. Sehr oft von Menschen, die bei genauer Betrachtung, überhaupt nicht im Einklang mit diesen Werten lebten. Dafür sehr gut darin waren, sie auf einer Standarte vor sich her zu tragen.

Diese Erkenntnis ist etwas an dem ich immer noch „knabbere“.

Ok…. aber bevor ich dir jetzt mein Leben ausbreite…. machen wir mal schnell weiter.

Hilfsmittel für den Rückblick

Um das vergangene Jahr möglichst genau zu rekapitulieren, solltest du auf alle dir zur Verfügung stehende Hilfsmittel zurückgreifen.

Das Menschliche Gedächtnis ist da leider in dieser Hinsicht oft nicht sehr zuverlässig.

Es könnte dir passieren, dass für die Gesamtbewertung des Jahres, lediglich deine letzten Monate, Wochen oder Tage ausschlaggebend sein werden. Ganz einfach, weil du sie noch am besten im Gedächtnis hast!

Du kannst aber auf viele anderen quellen zurückgreifen. Natürlich auf den guten alten Kalender, den Planer, deinen Filofax.

Aber auch auf deine Facebook Feeds, dein Instagram Account deine Fotobilder auf dem Handy oder Computer.

Es gibt viele Möglichkeiten, sei kreativ!

Analyse der vorherigen Ziele

Wenn Du das ganze vorherige Jahr oder auch nur einen Teil davon hast Revue passieren lassen, dann ist es an der Reihe deine für diese Zeit gesetzten Ziele zu analysieren.

Dabei solltest du versuchen diesen Rückblick mit möglichst viel emotionaler Distanz vorzunehmen. Versuche die Position eines neutralen Beobachters einzunehmen. So als würdest Du die Ziele einer anderen Person analysieren.

Ich muss gestehen, dass mir gerade das sehr schwerfällt und dir?

Stelle dir dabei bei jedem Ziel die folgenden Fragen:

Zu wie viel Prozent hast Du deine Ziele Umgesetzt?

Womit bist du bei deren Umsetzung Zufrieden, was hat gut geklappt?

Was hast Du zur Zielerreichung beigetragen. War es Zufall? Wenn ja, war es wirklich Zufall oder hast Du für diesen Zufall Vorarbeit geleistet.

Womit bist Du bei der Zielerreichung nicht so Zufrieden, woran liegt das?

Welche Ziele hast Du nicht umgesetzt und warum?

Dabei ist an dem Fallen lassen von Zielen per se nichts verwerfliches! Auch Ziele sind nicht in Stein gemeißelt und manchmal erfordert es unglaublichen Mut von seinen Zielen abzulassen, wenn man erkennt, dass sie einfach keinen Sinn mehr machen oder das es nicht wirklich unsere Ziele sind. Manchmal treten Ziele auch hinter anderen, sich kurzfristig ergebenden und wichtigeren Zielen zurück. Da muss Du ganz tief in dich gehen und sehr ehrlich mit dir sein.

Überlege dir genau, was ist dir in die Quere gekommen. Hast Du zu schnell angefangen und bist dann „Ausgebrannt“. Hast du zu schnell aufgegeben. Fehlte es dir an Unterstützung. Gab es irgendwelche überraschenden Ereignisse oder etwas was Du nicht berücksichtigt hast bei der Planung.

Bei mir sind es oft Schulferien, Feiertage, Kitaschließungen (unsere Kita hat mindestens ein Mal im Quartal einen Teamtag… es gab Zeiten da war der ein Mal im Monat), na und natürlich die ganzen plötzlichen Krankheitsfälle der Kinder.

Überlege dir in diesem Zusammenhang aber auch!

Was hast du alles geschafft und realisiert ohne es vorher geplant zu haben?

Der Rückblick sollte sich also nicht nur auf die explizit gefassten Pläne beziehen. Er sollte ebenfalls das beinhalten, was du erreicht, gewuppt, bewerkstelligt hast, ohne es zu planen! Das Leben ist nicht immer vorhersehbar. Manchmal ist das, was einem dazwischen kam und das man realisierte, viel Größer und gewichtiger als das was man geplant hat.

So, das war´s zum Rückblick…. demnächst gibt es etwas zum Ausblick also zum Pläne fassen.

Jalegara ist einmalig meets Lutia Pimpinella

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