Schuld zwischen Manipulation und selbstgeiselung

Die Sache mit der Schuld

Mit der Schuld ist es schon ein recht verzwickte Sache. Die einen weisen jegliche Schuld weit von sich, sie geben die Schuld für ihre missliche Situation vielmehr der Regierung, dem Chef, ihren Eltern, ihrem Partner, ihren Kindern, dem Hund, dem Wetter, kurzum wem und was auch immer ihnen gerade einfällt. Die anderen hingegen. suchen die Schuld ausschließlich bei sich und drohen allzu oft daran zu zerbrechen.

Es stimmt schon, wem du die Schuld gibst, dem gibst du die Macht. Die Macht über dich, über deinen Ärger, über dein Leben. Wenn du einem jeden die Schuld für alles gibst, was in deinem Leben schiefläuft, dann bist du fein aus dem Schneider, aber dann hast du selbst keine Kontrolle mehr über dein Leben.  Du machst dich selbst zum Opfer.

Sehr oft wird Schuld als Manipulationsmittel verwendet.  Dabei wird beim Gegenüber ein Gefühl der Schuld verursacht.  Denn wer sich schuldig fühlt, der möchte Wiedergutmachung leisten, wenn er sich verantwortlich oder zumindest mitverantwortlich fühlt.  Man weiß intuitiv, dass das die Schuldmasche wirkt. Manchmal geschieht das unterbewusst.  Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen, er möchte dazugehören und aus diesem Grund legt er es nicht unbedingt darauf an, seine Artgenossen vor den Kopf zu stoßen.  Manchmal leider auch gezielt.

Einige von uns wurden in ihrer frühen Kindheit geradezu darauf konditioniert. Sie haben schlicht ein Verhalten übernommen, das ihnen vorgelebt wurde.  Kennst du auch diesen Satz; „Komm, sei ein liebes Kind und gib der Oma/Tante einen Kuss, sonst ist sie traurig. Du möchtest doch nicht, dass sie traurig ist!“.  Ja, man möchte nicht, dass jemand aufgrund unseres Verhaltens traurig ist, dass wir die Schuld an seiner Traurigkeit tragen.  Tja, die kleinen Erpressungen des alltäglichen Lebens.

Du solltest jedoch weder ständig die Schuld auf andere abwälzen, noch dir von anderen Schuld aufbürden lassen.

Don´ts

Wenn etwas in deinem Leben schiefläuft, dann versuche nicht zu denken;

„Womit habe ich das verdient?“

“ Wieso tut er/ sie mir das an?“

„Warum immer ich?“

„Könnten sie sich nicht anders benehmen?“

Do´s

Sondern stelle dir vielmehr diese Fragen;

„Was ist das Gute daran, dass das jetzt passiert ist?“

„Was kann ich tun, um den Schaden für mich zu begrenzen?“

„Was hat zu dieser Situation geführt? Wie kann ich vermeiden, dass das wieder passiert? Wie kann ich die gegebenen Umstände zu meinem Vorteil nutzen?“.

„Wo genau stehe ich? Wo möchte ich hin? Was kann ich tun, um dorthin zu kommen, wo ich sein will? Wer oder was kann mir helfen?“.

Denn wer oder was an einem bestehenden Zustand die Schuld trägt, ist im zunächst unwichtig. denn die Klärung dieses Punktes allein, ändert nichts am Zustand selbst. Vorrangig ist es, herauszufinden, wie die Situation, in der man sich befindet, so zu verändern ist, dass man mit ihr zufrieden ist. Dass man dabei mit manch einer unliebsamen Wahrheit konfrontiert werden kann, ist eine andere Geschichte.

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