Atlantikküste Sonnenuntergang nach Regen

Far Breton

Nich mehr lange hin, dann geht es für uns in die weit entfernte Bretagne. Meine große Hassliebe!

Jedes Mal wettere ich dagegen, den Familienurlaub dort zu verbringen und jedes Mal verliebe ich mich auf´s neue in dieses Fleckchen Erde und möchte gar nicht mehr wieder zurück.

Atlantikküste Sonnenuntergang nach Regen

Die Hin- und Rückfahrt sind jedenfalls für mich eine Tortur. Denn mit dem Auto sind wir fast zwei ganze Tage dorthin unterwegs. Machen einen Zwischenstop im Elternhaus meines Mannes und stehen ewigkeiten im Stau.

Für meinen Mann ist der Urlaub dort wohl wie heimkommen. Seit seiner Geburt fährt er jeden Sommer dorthin. Und nicht nur er, seine ganze Sippe schleift ihre Ehepartner und Kinder mit und trifft sich dort zur Sommerzeit. Die einzige Möglichkeit dem zu entkommen ist wohl die Scheidung.

Ja, die Bretagne ist wirklich schön im Sommer, alledings ist es ein Landstrich, in dem außerhalb der Touristensaison vielerorts regelrecht die Gehsteige eingeklappt werden  und während der Ferienzeit die Preise für Lebensmittel exorbitant durch die Decke schießen. Und last but not least… die Bretagne ist so weit von Polen entfernt und zwar in genau die entgegengesetzte Richtung.

Um mich selbst ein klein wenig auf die Bretagne einzustimmen und meinem Mann sowie den Kindern eine Freude zu machen, habe ich mich jetzt an einem Far Breton versucht. Einer bretonischen Spezialität, die viel von einem etwas festeren Pudding hat.

Es ist wirklich köstlich geworden! Um Meilen besser als das gekaufte Zeug aus dem Supermarkt… Es ist witzig aber mein Mann wuße nicht, dass dieser „Puddingkuchen“ mit Pflaumen gemacht wird. Da getrocknete Pflaumen zumeist recht matchig und schmierig sind, dachte er immer es würde sich dabei um Marmelade handeln. Ich habe das Rezept mit Pflaumen und Preisebeeren gemacht. Es war lustig, denn die Pflaumen sinken zu Boden, während die Preiselbeeren an der Oberfläche treiben.

Der Far Breton wird lauwarm oder Kalt gegessen….mir persönlich schmecht er nach einer Nacht im Kühlschrank besonders gut.

Habt ihr Lust etwas bretonisches auszuprobieren…. dann versucht doch dieses Rezept. Es ist sehr einfach und schmeckt wirklich ausgezeichnet.

Glaubt mir, es schmeckt wesentlich besser als es aussieht….

Also für einen:

Far Breton

braucht ihr;

Zutaten

1/2 l                    Milch

250 ml                Sahne

200 g                  Zucker

250 g                  Mehl

4                          Eier

125 g                   Trockenpflaumen

30 -50 g             leicht gesalzende Butter….normale geht natürlich auch.

Butter zum Einfetten der Form.

 

Zubereitung

  • Den Backofen auf 180° C vorheizen.
  • Milch und Sahne in einen Topf zusammengießen und auf kleiner Flamme erwärmen.
  • Den Zucker und das Mehl in einer Rührschüssel vermischen und, nach und nach, die Eier und die Sahne unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  • Eine Auflaufform mit Butter einfetten und in diese den Teig füllen. Dann die Pflaumen und die Butter in „Flöckchen“ gleichmäßig  auf die Teigmasse verteilen.
  • Die Auflaufform in den vorgeheitzten Backofen auf die mittlere Schiene schieben und ca. 45 Minuten ausbacken.

Variationen

Anstelle der Pflaumen die gleiche Menge getrockneter Aprikosen, Rosinen, Datteln, Feigen oder Cranberries verwenden. Wie schon erwähnt habe ich Pflaumen und Cranberries benutzt.

Der Far schmeckt angeblich ganz besonders lecker, wenn man ihn in dünne Scheiben schneidet und mit Butter in der Pfanne etwas anröstet…. ich persönlich mag ihn lieber aus dem Kühlschrank,

 

Versucht es doch und schreibt mir wie es Euch geschmeckt hat. Das Rezept ist wirklich leicht. Ich bin sehr gespannt was ihr dazu sagt!

Also bis dann

 

 

Mach´s Gut deine Joanna Maria

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